Von der Redaktion BesterVPN ·
Hinweis: Die Buttons führen zu den Websites der Anbieter. Reihenfolge und Noten hängen nicht davon ab. So bewerten wir.
Fazit und Noten
Note BesterVPN
Fazit: Shellfire VPN ist mit CHF 3.07 pro Monat günstig und bietet einen Gratis-Tarif. Es gibt nur eine Verbindung, keinen Kill Switch, und Wizcase misst etwa 50 % Tempoverlust.
Preis: ca. 3.07 CHF/Monat · Ideal für: Wer wenig zahlen will
- Gratis-Tarif verfügbar
- Geld zurück binnen 14 Tagen
- 1 Geräte gleichzeitig
- Kein unabhängiges Audit veröffentlicht
- Entsperrt nicht Disney+ und BBC iPlayer
- 50 % Tempoverlust auf nahen Servern
Die Qualität bestimmt die Reihenfolge. Die Provision entscheidet nur zwischen gleichwertigen Angeboten.
Shellfire VPN: deutscher Anbieter seit 2002
Shellfire VPN gehört zur Shellfire GmbH mit Sitz in Schmitten in Deutschland, die nach eigenen Angaben seit 2002 tätig ist. Der Anbieter fällt damit unter EU-Recht. Eine Besonderheit ist der kostenlose Tarif. Im Netz taucht gelegentlich die Aussage auf, der Dienst sei nicht mehr aktiv. Das stimmt nicht: Preisseite, Impressum und Partnerprogramm des Anbieters waren im Oktober 2026 erreichbar, und die Android-App wurde im Juni 2026 aktualisiert. Nur die FAQ von Wizcase nennt den Dienst ohne Datum und Quelle als eingestellt.

Mit 7.7 von 10 Punkten liegt Shellfire VPN im hinteren Teil der Liste. Der Preis erhält 6.34 Punkte und ist die beste Teilnote. Dahinter folgen das Servernetz mit 2.67, die Bedienung mit 2.5, das Streaming mit 3.33, die Sicherheit mit 3 und das Tempo mit 1 Punkt.
Preise in Franken
Das Monatsabo kostet umgerechnet CHF 10.10. Im 12-Monats-Tarif zahlen Sie CHF 4.61 pro Monat, im 24-Monats-Tarif CHF 3.07. Damit ist der Zweijahrestarif günstig, das Monatsabo dagegen teuer.

- 1 Monat: CHF 10.10
- 12 Monate: CHF 4.61 pro Monat
- 24 Monate: CHF 3.07 pro Monat
- Gratis-Tarif: ja, mit Einschränkungen
Die Geld-zurück-Garantie beträgt 14 Tage. Der Gratis-Tarif nutzt laut Anbieter eine 128-Bit-Verschlüsselung, ist auf höchstens 1 000 kbit/s begrenzt und bietet Server in 2 Ländern. Als Test eignet er sich, für den Alltag ist er zu langsam.
Datenschutz und Sicherheit
Ein unabhängiger Audit ist nicht bekannt, die Sicherheitswertung liegt bei 3 Punkten. Als Protokolle nennt der Anbieter WireGuard, OpenVPN und IPsec, wobei IPsec manuell eingerichtet wird. Wizcase erwähnt zusätzlich PPTP und L2TP/IPsec. Besonders wichtig: Einen Kill Switch gibt es nicht. Bricht die Verbindung ab, fliessen Daten ungeschützt weiter, bis Sie es bemerken.

ProPrivacy bescheinigte dem Dienst im Juni 2018 ein Fehlen von IP-Lecks im Test und zitiert den Anbieter, dass Verbindungs- und Nutzungsdaten nur erhoben würden, wenn es für die Abrechnung nötig sei. Der Test ist mehr als acht Jahre alt und beschreibt den damaligen Stand.
Nur eine Verbindung
Laut Wizcase (Oktober 2026) erlaubt selbst der Premium-Tarif nur eine gleichzeitige Verbindung. Auch ProPrivacy nannte das 2018 als Schwäche. Für Haushalte mit mehreren Geräten ist das ein echter Nachteil, denn viele Konkurrenten erlauben fünf oder mehr Verbindungen oder gar keine Grenze.
Streaming
Die Streaming-Wertung beträgt 3.33 Punkte. Wizcase meldet im Oktober 2026 von Clement Adegbenro, dass Netflix USA funktioniert. Disney+, die BBC iPlayer, Hulu, HBO Max und Amazon Prime Video lassen sich nicht öffnen. Peacock, ABC, CBS, NBC, Fox und Crunchyroll funktionierten dagegen. Das Bild ist also gemischt: Vor allem amerikanische Sender sind erreichbar, die grossen europäischen und internationalen Dienste weniger.
Tempo
Das Tempo ist die zweite grosse Schwäche. Wizcase misst im Oktober 2026 einen Verlust von etwa 50 %: Auf einer Leitung mit 20 Mbit/s kamen mit einem Server in den USA noch 9.78 Mbit/s an. Das passt zur Wertung von 1 Punkt. ProPrivacy sprach 2018 ebenfalls von enttäuschenden Ergebnissen. Eine schwache Grundleitung verschärft das, bei einem schnellen Anschluss fällt der Verlust weniger auf.
Servernetz und Sprachen
Der Anbieter nennt Server in 40 Ländern. Wizcase zählt mehr als 60 Server in 37 Ländern. Das Netz ist damit breiter als bei einigen anderen Anbietern am unteren Ende der Liste. Die Webseite gibt es auf Englisch, Schwedisch, Finnisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch (Brasilien).
Bedienung
Die Bedienung erhält 2.5 Punkte. Der fehlende Kill Switch, die einzige Verbindung und die manuelle Einrichtung von IPsec drücken die Note. Dafür sind Apps für gängige Systeme vorhanden, und der Gratis-Tarif erleichtert den Einstieg.
Einordnung der Preise
Die Preiswertung von 6.34 Punkten ist die beste Einzelnote. Der Zweijahrestarif mit CHF 3.07 liegt tief. Dazu kommt der Gratis-Tarif, der kein Risiko birgt. Die Frage ist, ob ein günstiger Preis die Einschränkungen aufwiegt: eine Verbindung, kein Kill Switch und ein Tempoverlust von rund 50 %. Wer nur selten ein VPN braucht, etwa zum gelegentlichen Surfen im Hotel-WLAN, kann zufrieden sein. Wer täglich streamt oder mehrere Geräte schützt, wird es vermutlich nicht.
So prüfen Sie den Dienst
- Gratis-Tarif: Probieren Sie ihn zuerst. Er zeigt, wie die App funktioniert, sagt aber wenig über das Tempo im Premium-Tarif.
- Tempo: Messen Sie Ihre Leitung ohne und mit VPN. Wizcase sah etwa 50 % Verlust.
- Streaming: Prüfen Sie Ihre Dienste. Disney+ und BBC iPlayer funktionierten bei Wizcase nicht.
- Garantie: Die 14 Tage sind kurz. Entscheiden Sie rechtzeitig.
Der Gratis-Tarif im Detail
Der kostenlose Tarif ist das Aushängeschild von Shellfire. Laut Anbieter ist er auf 1 000 kbit/s begrenzt, nutzt eine 128-Bit-Verschlüsselung und bietet Server in 2 Ländern. ProPrivacy nannte 2018 zusätzlich eine Wartezeit von 25 Sekunden bei jedem Verbindungsaufbau. Ob das heute noch so ist, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht sagen. Mit 1 Mbit/s lassen sich E-Mails, einfache Webseiten und Chats nutzen, für Videos in hoher Qualität reicht das nicht. Der Tarif ist darum eher eine Testfahrt als eine dauerhafte Lösung.
Was ProPrivacy 2018 festhielt
Der Test von ProPrivacy aus dem Juni 2018 ist alt, zeigt aber, was sich über die Jahre kaum geändert hat. Die Tester nannten schon damals die einzige Verbindung als Schwäche und fanden das Tempo enttäuschend: Ein Premium-Server in Grossbritannien erreichte etwa 25 Mbit/s bei einer Leitung, die laut Test höchstens 10 Mbit/s liefern sollte. Als Stärken galten das Fehlen von IP-Lecks und die Verschlüsselung mit AES-256-CBC im Premium-Tarif. Tauschbörsen waren damals nur auf dem Server in Finnland erlaubt. Solche Angaben können sich geändert haben, prüfen Sie sie deshalb vor dem Kauf auf der Anbieterseite.
Was die Wertungen bedeuten
Die Gesamtwertung von 7.7 von 10 Punkten setzt sich aus sehr unterschiedlichen Noten zusammen. Der Preis mit 6.34 Punkten hebt das Ergebnis, das Tempo mit 1 Punkt zieht es herunter. Die Sicherheit mit 3 Punkten berücksichtigt den fehlenden Kill Switch und das fehlende Audit. Das Streaming mit 3.33 Punkten zeigt, dass Netflix USA und einige US-Sender funktionieren, wichtige Dienste jedoch fehlen. Die Zahlen sind eine Momentaufnahme vom Oktober 2026.
Warum der Kill Switch zählt
Ein Kill Switch trennt das Gerät vom Internet, sobald die VPN-Verbindung abbricht. Ohne ihn läuft der Verkehr weiter über die normale Leitung, und Ihre echte Adresse wird sichtbar. Das passiert nicht oft, kann aber im Zug oder im Hotel-WLAN vorkommen, wo Verbindungen schwanken. Wer sensible Daten sendet, sollte deshalb einen Dienst mit Kill Switch bevorzugen. Bei Shellfire hilft nur, die Verbindung regelmässig zu kontrollieren.
Alternativen
Wer mehr Geräte schützen will, findet bei Goose VPN eine Lösung ohne Obergrenze, die aber ebenfalls Tempo verliert. F-Secure VPN kommt aus Finnland und hat einen Kill Switch auf Windows, Mac und Android. Beide Dienste haben eigene Grenzen, sodass sich ein Blick auf die Einzeltests lohnt.
Für wen sich Shellfire VPN eignet
- Preisbewusste Einzelnutzer: Ein Gerät, kleines Budget, gelegentliche Nutzung.
- Testen ohne Risiko: Der Gratis-Tarif erlaubt einen ersten Eindruck.
- Weniger geeignet: Für Familien, Streaming-Fans und alle, die einen Kill Switch brauchen.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile
- Gratis-Tarif vorhanden
- Zweijahrestarif mit CHF 3.07 günstig
- WireGuard und OpenVPN
- Deutscher Anbieter mit EU-Recht
Nachteile
- Nur eine gleichzeitige Verbindung
- Kein Kill Switch
- Tempoverlust von etwa 50 % bei Wizcase
- Nur 14 Tage Garantie, kein bekanntes Audit
Fazit
Shellfire VPN ist ein günstiger Dienst aus Deutschland mit Gratis-Tarif. Die einzige Verbindung, der fehlende Kill Switch und das Tempo sprechen aber für einen genauen Vergleich.
Wo Shellfire VPN im Gesamtvergleich steht, zeigt unsere Rangliste «bester VPN»: Platz 29 von 29.
Alternativen zu Shellfire VPN
- Goose VPN Test: VPN-Einsteiger (Note 7.7)
- F-Secure VPN Test: Wer wenig zahlen will (Note 7.7)
Häufige Fragen
Was kostet Shellfire VPN in der Schweiz?
Das Monatsabo kostet umgerechnet CHF 10.10, der 12-Monats-Tarif CHF 4.61 und der 24-Monats-Tarif CHF 3.07 pro Monat.
Gibt es einen kostenlosen Tarif?
Ja. Laut Anbieter ist er auf 1 000 kbit/s begrenzt und bietet Server in 2 Ländern.
Ist Shellfire VPN noch aktiv?
Ja. Preisseite und Impressum waren im Oktober 2026 erreichbar, die Android-App wurde im Juni 2026 aktualisiert.
Wie viele Geräte erlaubt Shellfire VPN?
Nur eine gleichzeitige Verbindung, auch im Premium-Tarif.
Hat Shellfire VPN einen Kill Switch?
Nein, einen Kill Switch gibt es nicht.
Funktioniert Netflix mit Shellfire VPN?
Laut Wizcase funktioniert Netflix USA. Disney+, BBC iPlayer und Amazon Prime Video funktionierten nicht.
Wie schnell ist Shellfire VPN?
Wizcase misst im Oktober 2026 einen Verlust von etwa 50 %.
