Von der Redaktion BesterVPN ·
Hinweis: Die Buttons führen zu den Websites der Anbieter. Reihenfolge und Noten hängen nicht davon ab. So bewerten wir.
Fazit und Noten
Note BesterVPN
Fazit: Ivacy ist mit CHF 1.64 pro Monat sehr günstig und erlaubt zehn Geräte. Dafür ist der Dienst laut Security.org deutlich langsam, hat kein unabhängiges Audit und geht in PureVPN auf.
Preis: ca. 1.64 CHF/Monat · Ideal für: Wer wenig zahlen will
- Geld zurück binnen 31 Tagen
- 10 Geräte gleichzeitig
- Server in 70 Ländern
- Kein unabhängiges Audit veröffentlicht
- Entsperrt nicht Disney+ und BBC iPlayer
- 58 % Tempoverlust auf nahen Servern
Die Qualität bestimmt die Reihenfolge. Die Provision entscheidet nur zwischen gleichwertigen Angeboten.
Ivacy auf einen Blick
Ivacy ist der Preisbrecher der Liste: Im 24-Monats-Tarif kostet der Dienst umgerechnet nur CHF 1.64 pro Monat, und mit 9.44 Punkten erhält er in der Preiswertung fast die Höchstnote. Insgesamt kommt er auf 8.1 von 10 Punkten. Der Preis hat allerdings einen Haken, denn beim Tempo vergibt die Wertung nur 1 Punkt, bei der Sicherheit 3 und beim Streaming 3.33. Ivacy passt damit zu Menschen, die ein sehr günstiges VPN für einfache Zwecke suchen, und weniger zu Leuten, die Tempo oder ein geprüftes Datenschutzversprechen brauchen.

Zu wissen lohnt sich ausserdem die Entwicklung der Marke. Laut Several ist Ivacy im August 2024 mit PureVPN verschmolzen und kein eigenständiger Anbieter mehr. Auf der Anbieterseite steht inzwischen «Ivacy Powered by PureVPN», bestehende Abos werden von PureVPN betreut, und die Startseite bewirbt auch PureVPN.
Preise in Franken und Laufzeiten
Das Angebot ist ungewöhnlich gestaffelt. Das Monatsabo kostet umgerechnet CHF 10.68. Ein 12-Monats-Tarif ist bei Ivacy nicht vorgesehen. Dafür gibt es das Zwei-Jahres-Paket, das mit drei zusätzlichen Gratismonaten angeboten wird, also 27 Monate abdeckt. Es kostet umgerechnet CHF 1.64 pro Monat. Daneben nennt die Anbieterseite einen noch längeren Fünf-Jahres-Tarif.

- 1 Monat: CHF 10.68
- 12 Monate: nicht verfügbar
- 24 Monate: CHF 1.64 pro Monat
- Gratis-Tarif: nein
Die Preise stehen beim Anbieter in US-Dollar, ausgewiesen mit Länderaufschlag. Die Franken-Beträge sind Umrechnungen. Die Anbieterseite nennt den Betrag, der für die ersten 24 Monate abgebucht wird; einen Verlängerungspreis nennt sie nicht. Planen Sie deshalb ein, dass die Erneuerung nach der langen Laufzeit anders ausfallen kann.
Die Geld-zurück-Garantie beträgt 31 Tage auf dem Zwei- und Fünf-Jahres-Tarif, beim Monatsabo aber nur 7 Tage. Einen kostenlosen Tarif gibt es nicht; Security.org erwähnt eine siebentägige Probe für 0.99 US-Dollar. Bis zu 10 Geräte sind gleichzeitig erlaubt, mit dem Zusatz «Multi-Login» sollen es bis zu 50 werden.
Betreiber, Standort und Datenschutz
Hinter Ivacy steht die PMG Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur. Seit der Zusammenführung gehört es zur Gruppe von PureVPN. Singapur ist auch der Gerichtsstand, der in die Sicherheitswertung einfliesst. Ein unabhängiges No-Logs-Audit für Ivacy ist laut Security.org nicht bekannt, die Prüfungen von PureVPN betreffen die Marke PureVPN. Das erklärt die Sicherheitswertung von 3 Punkten.

Zu den Protokollen: Ivacy bietet OpenVPN (UDP und TCP), IKEv2 und L2TP/IPsec. WireGuard steht nur über eine Konfigurationsdatei unter Windows bereit, und auf dem Mac läuft nach den Angaben von Security.org nur IKEv1. Den Kill Switch gibt es laut Anbieterseite nur unter Windows und Android. Wer auf iPhone oder Mac setzt, hat also weniger Schutzfunktionen.
Streaming
Das Streaming-Bild ist lückenhaft. Security.org (September 2026) meldet, dass Netflix funktioniert, nennt aber die Region nicht. Für Disney+ und BBC iPlayer macht Security.org keine Angabe. Die Streaming-Wertung von 3.33 Punkten ist deshalb mit Vorsicht zu lesen. Nutzen Sie die Garantie, wenn ein bestimmter Dienst entscheidend ist.
Bei einer so lückenhaften Datenlage gilt die Faustregel, den Dienst vor dem Kauf nicht auf Streaming festzulegen. Testen Sie den gewünschten Dienst am ersten Tag und nutzen Sie die 31 Tage Garantie, falls es nicht klappt. Beim Monatsabo bleiben dafür nur 7 Tage, was bei dem hohen Monatspreis ein zusätzliches Risiko ist. Wer ohnehin einen Langzeittarif plant, hat damit mehr Spielraum.
Tempo: die grosse Schwäche
Hier zeigt sich der Preis des tiefen Preises. Security.org misst im September 2026 unter Windows 11 einen Rückgang des Downloads von 191.71 auf 81.22 Mbit/s, das sind 58 %. Auf dem Mac sind es von 290.15 auf 81.62 Mbit/s, ein Verlust von rund 72 %. Getestet wurde mit einem Server in New York. Die Wertung für das Tempo liegt bei 1 von 10 Punkten. Für Surfen, Mails und einfaches Streaming kann das ausreichen, für grosse Downloads oder 4K-Video ist es wenig.
Servernetz und Sprachen
Ivacy nennt auf seiner Seite über 5700 Server an mehr als 100 Standorten. Security.org zählt über 70 Länder. Das Servernetz erhält 4.67 Punkte, ein mittlerer Wert. Die Webseite gibt es in Englisch, Französisch und Russisch, aber nicht auf Deutsch. Das ist ein Nachteil für alle, die sich in der eigenen Sprache informieren und Hilfe suchen.
Apps und Bedienung
In der Bedienung erreicht Ivacy 8.5 Punkte. Entscheidend sind die 10 gleichzeitigen Geräte, die 31 Tage Geld-zurück-Garantie und die einfache Preisstruktur. Wer einen Dienst für die ganze Familie sucht, bekommt hier viel für wenig Geld. Dagegen schränken die fehlenden Funktionen auf dem Mac und dem iPhone den Schutz ein.
Ivacy und PureVPN: was die Zusammenführung bedeutet
Für Kundinnen und Kunden ist die Verbindung zu PureVPN die vielleicht wichtigste Information. Laut Several sollten bestehende Abonnenten ihre Zugangsdaten für PureVPN weiterverwenden können, wobei einige beim Umzug auf Schwierigkeiten stiessen. Die Anbieterseite von Ivacy verkauft derzeit weiterhin eigene Tarife, trägt aber den Zusatz «Powered by PureVPN». Das heisst: Wer heute abschliesst, schliesst einen Vertrag mit einer Marke ab, deren Zukunft nicht in allen Punkten klar ist. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Bedingungen für Ihr Konto gelten und wer es betreut. Diese Unsicherheit ist bei einem Vertrag über zwei oder fünf Jahre ein Argument, das Sie nicht ausblenden sollten.
Preis und Leistung ins Verhältnis setzen
Mit CHF 1.64 pro Monat zahlen Sie über 24 Monate nur ein Bruchteil dessen, was Marktführer verlangen. Das Monatsabo ist mit CHF 10.68 dagegen teuer. Der Vorteil entsteht daher nur bei langer Bindung. Hinzu kommt, dass die Leistung hinter dem Preis herhinkt: Das Tempo erhält 1 Punkt, die Sicherheit 3. Ob sich der Tarif für Sie lohnt, hängt davon ab, wofür Sie das VPN brauchen. Für das gelegentliche Absichern eines Hotel-WLANs oder für das Surfen auf Reisen reicht der Dienst. Für datenhungrige Anwendungen oder für Umgebungen mit hohen Sicherheitsanforderungen ist er die falsche Wahl.
Sicherheitswertung im Detail
Die 3 Punkte für Sicherheit und Datenschutz beruhen auf zwei Dingen: dem Gerichtsstand Singapur und dem fehlenden unabhängigen Audit. Laut Several wurde das Versprechen, keine Protokolle zu führen, nicht unabhängig bestätigt. Das bedeutet nicht, dass der Anbieter Daten speichert, sondern nur, dass die Behauptung nicht von Dritten belegt ist. Wer diesen Nachweis braucht, sollte einen Dienst mit veröffentlichtem Prüfbericht wählen. Die Verschlüsselung selbst bleibt davon unberührt.
Geräte und Zusatzoptionen
Neben den 10 gleichzeitigen Verbindungen nennt die Anbieterseite die Zusatzoption «Multi-Login», mit der sich bis zu 50 Geräte schützen lassen. Das ist vor allem für Wohngemeinschaften, kleine Büros oder Familien mit vielen Smartphones und Fernsehern interessant. Prüfen Sie, was die Option kostet und ob sie mit Ihrem Tarif kombinierbar ist, bevor Sie sich darauf verlassen. Für eine einzelne Person sind 10 Verbindungen in der Regel mehr als genug.
Für wen sich Ivacy lohnt
- Sparfüchse: Wer für zwei Jahre im Voraus zahlt, bekommt das VPN zu einem der tiefsten Preise der Liste.
- Familien mit vielen Geräten: Zehn gleichzeitige Verbindungen reichen für die meisten Haushalte.
- Gelegentliche Nutzung: Für Mails und Surfen in öffentlichen WLANs genügt die Verschlüsselung, die Tempoeinbusse fällt dort weniger ins Gewicht.
Worauf Sie achten sollten
- Langer Vertrag: Der günstige Preis gilt nur bei grosser Vorauszahlung, und der Verlängerungspreis ist nicht genannt.
- Tempo: Mit über 50 % Verlust ist Ivacy laut Security.org deutlich langsamer als schnelle Konkurrenten.
- Zukunft der Marke: Ivacy ist laut Several mit PureVPN verschmolzen. Prüfen Sie, wer Ihr Abo betreut.
- Garantie: Beim Monatsabo gelten nur 7 Tage.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile
- CHF 1.64 pro Monat im 24-Monats-Tarif
- Bis zu 10 Geräte gleichzeitig
- 31 Tage Geld-zurück-Garantie auf lange Tarife
- Netflix funktioniert laut Security.org (September 2026)
Nachteile
- 58 % Tempoverlust auf nahen Servern laut Security.org
- Kein unabhängiges Audit veröffentlicht
- Kill Switch nur unter Windows und Android
- Webseite ohne Deutsch
Fazit
Ivacy ist ein sehr günstiges VPN für einfache Zwecke. Wer Tempo, Prüfungen oder Streaming-Sicherheit braucht, zahlt besser etwas mehr.
Wo Ivacy im Gesamtvergleich steht, zeigt unsere Rangliste «bester VPN»: Platz 22 von 29.
Alternativen zu Ivacy
- HMA VPN Test: Wer Datenschutz an erste Stelle setzt (Note 8.2)
- OVPN Test: Wer maximales Tempo will (Note 7.8)
Häufige Fragen
Was kostet Ivacy in der Schweiz?
Das Monatsabo kostet umgerechnet CHF 10.68, der 24-Monats-Tarif CHF 1.64 pro Monat. Einen 12-Monats-Tarif gibt es nicht.
Gibt es einen kostenlosen Tarif?
Nein. Security.org erwähnt eine siebentägige Probe für 0.99 US-Dollar sowie die Geld-zurück-Garantie.
Wie lange gilt die Geld-zurück-Garantie?
Auf dem Zwei- und Fünf-Jahres-Tarif 31 Tage, beim Monatsabo nur 7 Tage.
Wem gehört Ivacy?
Betreiber ist die PMG Pte. Ltd. in Singapur. Laut Several ist der Dienst seit August 2024 mit PureVPN verschmolzen.
Hat Ivacy ein unabhängiges Audit?
Laut Security.org ist für Ivacy kein unabhängiges No-Logs-Audit bekannt.
Funktioniert Netflix mit Ivacy?
Security.org meldet im September 2026, dass Netflix funktioniert, ohne die Region zu nennen. Zu Disney+ und BBC iPlayer macht der Tester keine Angabe.
Wie schnell ist Ivacy?
Security.org misst im September 2026 einen Verlust von 58 % unter Windows und rund 72 % auf dem Mac, jeweils mit einem Server in New York.
