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Avast Premium VPN Test 2026: Einfach, schnell, ohne Audit

Avast Premium VPN, früher SecureLine, setzt auf einfache Bedienung, zehn Geräte und viele Länder. Hier lesen Sie, was es in Franken kostet und wo Sicherheit und Streaming Schwächen zeigen.

Von der Redaktion BesterVPN ·

Hinweis: Die Buttons führen zu den Websites der Anbieter. Reihenfolge und Noten hängen nicht davon ab. So bewerten wir.

Fazit und Noten

Avast Premium VPN Logo8.3von 10
Note BesterVPN

Fazit: Avast Premium VPN ist einfach zu bedienen, laut Top10VPN auf nahen Servern sehr schnell und erlaubt zehn Geräte. Ein unabhängiges Audit fehlt, und Netflix USA sowie Disney+ blieben im Test gesperrt.

  • Sicherheit und Datenschutz 3.0/10
  • Streaming 3.3/10
  • Geschwindigkeit 9.5/10
  • Servernetz 4.9/10
  • Preis 4.5/10
  • Bedienung 10.0/10

Preis: ca. 3.92 CHF/Monat · Ideal für: VPN-Einsteiger

  • Nur 2 % Tempoverlust auf nahen Servern
  • Geld zurück binnen 30 Tagen
  • 10 Geräte gleichzeitig
  • Kein unabhängiges Audit veröffentlicht
  • Entsperrt nicht Netflix USA und Disney+

Die Qualität bestimmt die Reihenfolge. Die Provision entscheidet nur zwischen gleichwertigen Angeboten.

Für wen Avast Premium VPN gedacht ist

Avast Premium VPN ist der neue Name des früheren Avast SecureLine VPN. Laut Anbieterseite handelt es sich um dasselbe Abonnement mit demselben Schutz. Der Dienst richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger, die eine bekannte Marke suchen, zehn Geräte abdecken wollen und eine einfache App erwarten. Mit 8.3 von 10 Punkten liegt er im Mittelfeld der Liste. Die Bedienung erreicht die Höchstwertung von 10 Punkten, das Tempo mit 9.5 Punkten fast ebenso. Schwach sind dagegen die Sicherheitswertung mit 3 Punkten und das Streaming mit 3.33 Punkten.

Startseite von Avast Premium VPN am Computer – im Vergleich: bester VPN für die Schweiz
Screenshot: avast.com, Oktober 2026

Wer vor allem im Zug, im Hotel oder im Café sicher surfen möchte und sich nicht um Einstellungen kümmern will, ist hier gut aufgehoben. Wer ein überprüftes No-Logs-Versprechen oder den Zugang zu amerikanischen Streaming-Katalogen sucht, wird eher woanders fündig.

Preise und Laufzeiten in Franken

Ein Monatsabo gibt es bei Avast Premium VPN nicht. Zur Wahl stehen längere Laufzeiten, und die beiden für die Schweiz erfassten Tarife liegen preislich eng beieinander. Im 12-Monats-Tarif zahlen Sie umgerechnet CHF 3.96 pro Monat, im 24-Monats-Tarif CHF 3.92 pro Monat. Der zusätzliche Spareffekt bei der längeren Laufzeit ist also minimal. Wer sich nicht zwei Jahre binden möchte, verliert beim kürzeren Tarif nur wenige Rappen im Monat.

Startseite von Avast Premium VPN auf dem Smartphone – im Vergleich: bester VPN für die Schweiz
Screenshot: avast.com, Oktober 2026

Die Geld-zurück-Garantie gilt 30 Tage. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht, laut Anbieterseite aber eine kostenlose Probezeit von 60 Tagen. Wichtig ist ein Blick auf die Verlängerung: Die Preisseite nennt für die Erneuerung einen deutlich höheren Jahresbetrag als für das erste Jahr. Notieren Sie sich deshalb das Ablaufdatum und prüfen Sie rechtzeitig, was die Verlängerung kostet. Die Preiswertung liegt bei 4.5 Punkten.

Eigentümer, Standort und Prüfungen

Verantwortlich für die Datenverarbeitung ist die Avast Software s.r.o. in Prag, Tschechien. Eigentümerin ist die amerikanische Gen Digital, zu der laut Anbieterseiten auch Norton, AVG und HMA gehören. Avast hatte sich im September 2022 mit NortonLifeLock zusammengeschlossen, woraus Gen Digital entstand. Wer Wert auf einen unabhängigen, kleinen Betreiber legt, findet hier also das Gegenteil: einen grossen Sicherheitskonzern.

Ein Kapitel, das Sie kennen sollten: Im Februar 2024 verhängte die US-Handelsbehörde FTC laut Wikipedia eine Busse von 16.5 Millionen US-Dollar gegen Avast, weil über die Tochterfirma Jumpshot Browserdaten gesammelt und weiterverkauft worden waren. Jumpshot wurde bereits im Januar 2020 geschlossen. Der Fall betraf die Antivirus-Produkte und nicht das VPN, er erklärt aber, warum manche Leserinnen und Leser dem Namen mit Zurückhaltung begegnen.

Ein unabhängiges No-Logs-Audit gibt es laut Top10VPN nicht. Der Tester vermerkt ausserdem, dass der Warrant Canary seit Juli 2023 nicht mehr aktualisiert wurde. Das drückt die Sicherheitswertung auf 3 Punkte. Zur Technik: Der Dienst unterstützt WireGuard, OpenVPN (nicht auf Mac und iOS) und das eigene Protokoll Avast Mimic. Ein Kill Switch ist laut Anbieter und laut Top10VPN vorhanden.

Streaming: nur die BBC iPlayer

Die Streaming-Bilanz fällt dünn aus. Im Test von Top10VPN vom November 2024 funktionierte die BBC iPlayer. Auch Prime Video USA liess sich öffnen. Netflix USA blieb dagegen gesperrt, es klappte nur Netflix Deutschland. Disney+ (Grossbritannien), Hulu, HBO Max, ITVX, Sky Go und DAZN funktionierten nicht. Das ergibt 3.33 Punkte.

Die Messung ist zudem fast zwei Jahre alt. Weil Streamingdienste ihre Sperren oft anpassen, sollten Sie die Garantiefrist von 30 Tagen nutzen, falls ein bestimmter Dienst für Sie wichtig ist.

Tempo: Spitzenwert auf nahen Servern

Beim Tempo glänzt Avast Premium VPN. Laut Top10VPN (November 2024) liegt die Download-Geschwindigkeit auf lokalen Servern bei durchschnittlich 98 Mbit/s, der Verlust beträgt 2 %. Auf langen Distanzen werde der Dienst deutlich langsamer, schreibt der Tester, nennt dafür aber keine Prozentzahl. Die Wertung von 9.5 Punkten beruht deshalb vor allem auf den nahen Servern. Für Verbindungen innerhalb Europas ist das ein gutes Zeichen, für Verbindungen nach Übersee sollten Sie vorsichtiger sein.

Servernetz und Sprachen

Avast Premium VPN deckt nach einer Zählung der Standortliste 74 Länder und 116 Städte ab, davon acht virtuelle Standorte. Das Servernetz erhält 4.93 Punkte. Zu beachten: Bei virtuellen Standorten befindet sich der Server physisch in einem anderen Land als angezeigt. Die Anzahl der Server gibt der Anbieter nicht an. Die Webseite gibt es in vielen Sprachen, darunter eine Schweizer Fassung auf Deutsch.

Apps und Bedienung

Die Bedienung erhält 10 Punkte. Der Grund sind bis zu 10 gleichzeitige Geräte, die 30-tägige Geld-zurück-Garantie und die Probezeit. Dazu kommt die Probezeit von 60 Tagen, die den Einstieg ohne Risiko ermöglicht. Wer WireGuard und andere Protokolle selbst wählen möchte, findet die Auswahl, muss sich aber nicht darum kümmern.

Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

  1. Verlängerung: Der Preis nach dem ersten Zeitraum liegt laut Preisseite höher. Prüfen Sie ihn vor dem Abschluss.
  2. Streaming: Wer Netflix USA oder Disney+ möchte, findet hier laut Top10VPN keine Lösung.
  3. Protokolle: OpenVPN steht auf Mac und iOS nicht zur Verfügung. Das ist für die meisten Nutzer unwichtig, für Technikfans aber relevant.
  4. Probezeit: Nutzen Sie die 60 Tage Probezeit und die 30 Tage Garantie, um Tempo und Apps in Ruhe zu prüfen.

Datenschutz abwägen: Was die Wertung bedeutet

Die Sicherheitswertung von 3 Punkten setzt sich aus zwei Dingen zusammen: dem fehlenden unabhängigen Audit und dem Gerichtsstand in Tschechien. Tschechien gehört zur EU, und die EU-Datenschutzregeln gelten dort. Für Nutzerinnen und Nutzer in der Schweiz heisst das, dass die Daten nicht in einem Land landen, das für seine Überwachungsgesetze berüchtigt wäre. Gleichzeitig bleibt ohne Audit offen, ob die Versprechen des Anbieters zur Protokollierung wirklich gelten.

Hinzu kommt die Eigentümerstruktur: Gen Digital hat seinen Sitz in den USA. Wer maximale Distanz zu amerikanischen Behörden sucht, wird das kritisch sehen. Wer das VPN vor allem nutzt, um in fremden WLANs nicht mitgelesen zu werden, wird den Punkt gelassener sehen. Entscheidend ist, welches Risiko Sie tatsächlich absichern wollen.

Avast Premium VPN im Alltag

Verlängerung und Kündigung bedenken

Bei Abos mit Einführungspreis wird die Rechnung oft erst nach dem ersten Zeitraum teuer. Die Preisseite von Avast weist die Verlängerung ausdrücklich aus, und sie liegt klar über dem Einstiegsbetrag. Das ist kein Sonderfall, bei vielen Anbietern verhält es sich ähnlich, doch hier sollten Sie es besonders im Auge behalten, weil der Unterschied zwischen erstem Jahr und Folgejahr gross ist. Stellen Sie sich eine Erinnerung im Kalender, bevor die Laufzeit endet, und entscheiden Sie dann bewusst, ob Sie verlängern, wechseln oder kündigen.

Einordnung gegenüber den Mitbewerbern

Verglichen mit anderen Diensten der Liste punktet Avast Premium VPN bei der Bedienung und beim Tempo auf nahen Servern. Zurück fällt es bei Streaming und bei der Prüfung der Datenschutzversprechen. Wer mehr Transparenz wünscht, findet bei Anbietern mit veröffentlichtem Audit mehr Sicherheit. Wer vor allem Netflix USA sehen will, sollte einen Dienst mit besserer Streaming-Wertung wählen. Für einen schnellen, bequemen Einstieg in die Welt der VPNs ist Avast dagegen eine nachvollziehbare Wahl.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

Nachteile

Fazit

Avast Premium VPN ist ein unkompliziertes, schnelles VPN für den Alltag und für öffentliche WLANs. Für Streamer und für alle, die ein geprüftes Datenschutzversprechen wollen, gibt es bessere Optionen.

Wo Avast Premium VPN im Gesamtvergleich steht, zeigt unsere Rangliste «bester VPN»: Platz 19 von 29.

Alternativen zu Avast Premium VPN

Häufige Fragen

Was kostet Avast Premium VPN in der Schweiz?

Im 12-Monats-Tarif zahlen Sie umgerechnet CHF 3.96 pro Monat, im 24-Monats-Tarif CHF 3.92 pro Monat. Ein Monatsabo gibt es nicht.

Ist Avast Premium VPN dasselbe wie Avast SecureLine?

Ja. Laut Anbieterseite wurde SecureLine VPN umbenannt. Abonnement und Schutz sind dieselben geblieben.

Gibt es einen kostenlosen Tarif?

Nein, einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht. Laut Anbieter gibt es eine Probezeit von 60 Tagen und eine Geld-zurück-Garantie von 30 Tagen.

Funktioniert Netflix mit Avast Premium VPN?

Laut Top10VPN (November 2024) funktionierte nur Netflix Deutschland, nicht Netflix USA. Disney+ blieb gesperrt, die BBC iPlayer und Prime Video USA liessen sich öffnen.

Wem gehört Avast Premium VPN?

Der Dienst gehört zu Gen Digital aus den USA, zu der auch Norton, AVG und HMA zählen. Die Datenverarbeitung läuft über die Avast Software s.r.o. in Tschechien.

Gibt es ein unabhängiges Audit?

Laut Top10VPN gibt es kein unabhängiges No-Logs-Audit. Der Warrant Canary wurde laut dem Tester seit Juli 2023 nicht mehr aktualisiert.

Wie schnell ist Avast Premium VPN?

Top10VPN misst im November 2024 auf lokalen Servern im Schnitt 98 Mbit/s, das entspricht einem Verlust von 2 %. Auf langen Strecken wird der Dienst deutlich langsamer.